Sport treiben im Urlaub oder auch Urlaub machen, um Sport zu treiben – das kann Körper und Geist beleben und gleichzeitig eindrucksvolle Erfahrungen mit sich bringen. Was aber nun, wenn man ein Kind dabei hat?
Viele Urlauber schreiben ein Trainingsprogramm während des Urlaubs in einem solchen Fall ab und widmen sich voll und ganz ihrem Kind und seinen Bedürfnissen. Dabei lassen sich beide Dinge durchaus auch kombinieren – je nach Interesse sowie Umgebungs- und Umweltbeschaffenheit am Ferienort gibt es viele Möglichkeiten, trotz oder mit Kind im Urlaub effektiv zu sporteln.
Fit bleiben im Urlaub
Wenn Sie während des Urlaubs gerne ab und zu joggen, Rollschuh fahren, Radfahren oder sonstige leichtere Bewegungs- und Fitnessprogramme absolvieren, müssen Sie das Kind dabei nicht im Hotel lassen. Abhängig vom Alter können Sie es auf verschiedene Art und Weise am Sport beteiligen: Bei Kleinkindern bietet es sich zum Beispiel an, den Kinderwagen beim Skaten vor sich her zu schieben und beim Radfahren kann Ihr Kind in einem speziellen Anhänger Platz finden. So kommt es an die frische Luft und kann den Ausblick genießen, während Sie sich fit halten. Ist der Sprössling schon etwas älter, kann er je nach Fähigkeiten auch selber mitfahren oder Laufen.
In der Regel findet man immer kindgerechte, abgesicherte Versionen der nötigen Geräte oder Fahrzeuge. Bewegung tut erwiesenermaßen gerade auch Kindern gut und kann sogar ihre Lernleistung erhöhen – Sport lohnt sich also für alle Beteiligten. Dabei muss natürlich berücksichtigt werden, dass das Kind nicht mit Ihrer Leistung mithalten kann. Rücksicht ist daher ebenso notwendig wie ein stetes Auge auf den Zustand des Kindes. Überbeanspruchen Sie es nicht, und richten Sie ihren Sportplan nach den Möglichkeiten des Kindes aus. Wenn es eine Pause benötigt, gönnen Sie ihm eine Pause – sonst geht der Spaß verloren und damit möglicherweise auch die Freude an der Bewegung und am Urlaub selbst.
Freizeitsport
Kinder haben in der Regel viel Spaß an diversen Freizeit- und Ballsportarten. Wenn Sie am Strand sind, können Sie Ihr Kind mit Sicherheit zu einer Partie Beachball, Fußball, Federball oder sonstiger derartiger Spiele überzeugen. Auch Schwimmen ist eine hervorragende Methode, sich und seinen Anhang in Bewegung zu halten und im Wasser kann ein Ballspiel oder ähnliches ebenfalls viel Freude bereiten. Aber auch an nahezu allen anderen Orten lässt sich eine Spielrunde immer verwirklichen. In vielen Feriengebieten gibt es dafür eigens Sporthallen, in denen Sie sich die entsprechenden Geräte ausleihen können und vor Witterungseinflüssen geschützt sind.
Leistungs- und Extremsport
Die Situation verändert sich nun jedoch, wenn Sie beabsichtigen, den Urlaub für intensivere Trainingsmaßnahmen oder gar Extremsportarten zu nutzen. Hier sollte man sich generell überlegen, sein Kind von vornherein zu Hause zu lassen. Sporteln ist zwar gesund und hält auch während des Urlaubs fit, aber das Kind härteren Bedingungen auszusetzen, ist nur in bestimmten Fällen ein guter Schachzug. Wenn Ihr Kind schon älter ist und selbst schon intensiv Sport betreibt, kann es bei eigenem Interesse natürlich auch an intensiveren oder bedingt riskanten Sport-Trips teilhaben.
Das Heranführen an Bergsteigen, Klettern oder andere beliebte Aktivitäten kann dem Kind auch oft helfen, Ängste zu überwinden. Trotzdem müssen Sie sich der jeweiligen Gefahr der Sportart genau bewusst sein und sich sicher sein, dass ihr Kind dafür fit genug und geeignet ist. Haben Sie Zweifel daran, verzichten Sie lieber darauf, einen solchen Urlaub gemeinsam zu machen und entscheiden Sie sich stattdessen für eine gemäßigtere Variante, an der beide Seiten entsprechend sichere Freude haben.
Insgesamt gibt es letztendlich unzählige Möglichkeiten, mit Kind im Urlaub nachhaltig Sport zu treiben und Körper und Gesundheit auf Trab zu halten. Diese müssen für jeden individuellen Fall nur entsprechend ausgelotet werden, damit am Ende Eltern und Kinder gemeinsam einen schönen und sportlichen Urlaub verbringen können.